Ehrenamtlich engagiert im Asylbereich

Die Integration von Menschen ist eine große gemeinschaftliche Aufgabe. Denn neben der lebensnotwendigen Versorgung mit Unterkunft und Verpflegung, sind noch weitere Aufgaben - wie etwa Alltagsbegleitung, Deutschunterricht und vieles mehr - zu schultern. Ohne die zahlreichen ehrenamtlich Engagierten Menschen im Landkreis wäre eine funktionierende Integration der Flüchtlinge kaum denkbar.
Die MitarbeiterInnen arbeiten daher eng mit den Ehrenamtskoordinatoren, den AsylsozialarbeiterInnen des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. und den Freundeskreisen zusammen.

Um den ehrenamtlichen HelferInnen die Arbeit zu erleichtern, haben wir eine Auswahl von Materialien für Sie zusammengestellt. Dabei unterscheiden wir landkreisbezogene und allgemeine Informationen.

Hier finden Sie Informationen zu folgenden Themenbereichen:

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie eine allgemeine Übersicht der wichtigsten Fragen zum Thema Asyl (Stand: Juli 2016)

Begriffsdefinitionen:

Asylsuchende(r)
Als Asylsuchender gilt, wer um Asyl nachsucht und erkennungsdienstlich behandelt worden ist, aber noch keinen (formellen) Asylantrag gestellt hat. Diese Personen erhalten einen Ankunftsnachweis.

AsylbewerberIn
Als Asylbewerber gilt, wer Asyl beantragt hat, über dessen Gesuch aber noch nicht entschieden wurde. Asylbewerber sind somit Ausländer, die Schutz als politisch Verfolgte oder Schutz vor Abschiebung oder einer sonstigen Rückführung in einen Staat beantragen, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit wegen ihrer Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung bedroht ist. Für die Dauer des Verfahrens erhalten eine Aufenthaltsgestattung.

Duldung
Die Duldung ist definiert als „vorübergehende Aussetzung der Abschiebung“. Geduldete sind Personen, die ausreisepflichtig sind, aber aus bestimmten Gründen (z.B. Krankheit, Passlosigkeit, Einreiseverweigerung durch den Herkunftsstaat) nicht ausreisen oder nicht abgeschoben werden können. Bei ihnen kann die Residenzpflicht wieder eingeführt werden.

Anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge
Dies sind Personen, die als Asylberechtigte oder Flüchtlinge anerkannt worden sind oder die subsidiären Schutz genießen. Sie haben freien Zugang zum Arbeitsmarkt und erhalten eine Aufenthaltserlaubnis und im Bedarfsfall Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) oder ggf. nach dem SGB XII.

Erwerbstätigkeit von Asylbewerbern
Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal, Serbien) dürfen während des Asylverfahrens und nach Ablehnung des Asylantrags nicht arbeiten. Ansonsten besteht während der ersten drei Monate des Asylverfahrens und während der bis zu sechs Monate dauernden Verpflichtung, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen, ein Arbeitsverbot. Danach kann einem Asylbewerber die Ausübung einer Beschäftigung nachrangig erlaubt werden (Antrag bei der Ausländerbehörde stellen). Nachrangig bedeutet, dass für die freie Arbeitsstelle kein Deutscher oder EU-Bürger zur Verfügung steht. Diese sog. Vorrangprüfung entfällt erst nach 15 Monaten. Das entsprechende Formular des Ausländeramtes muss vom künftigen Arbeitgeber ausgefüllt und unterschrieben an das Ausländeramt gegeben werden. Das leitet es an die Arbeitsagentur weiter. Nur bei Zustimmung dieser beiden Behörden kann die Arbeit angetreten werden. Das Arbeitsentgelt wird mit den Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz verrechnet. Der Asylbewerber muss, sobald er seinen ersten Einkommensbescheid hat, diesen im Sozialamt vorlegen. Asylbewerber dürfen von Anfang an bis zu 20 Stunden pro Woche eine gemeinnützige Tätigkeit ausüben (sog. 1-Euro-Job). Dieses Geld wird nicht auf die Leistungen angerechnet. Praktika sind grds. nur im Rahmen schulischer Angebote möglich.

AnsprechpartnerIn im Landkreis Haßberge und ein Merkblatt Zugang zum Arbeitsmarkt finden sie hier.

 

Wer ist für was zuständig?

 Betreuung der Ehrenamtlichen:
Markus Grebien, Ehrenamtskoordinator Caritas; mgrebienDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel: 09521-6910

Koordination der weiteren Sprachkurse (z.B. Integrationskurse):
Nelson Müller, Tel. 09521/27-141, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Finanzielle Förderung von Sprachkursen durch Ehrenamtliche (lagfa):
Monika Strätz-Stopfer, Tel. 09521/27-313, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Dolmetscherinnen und Dolmetscher

Sollten Sie bei Ärzten oder anderen Behörden Dolmetscher benötigen, wenden Sie sich bitte an das Amt für Soziales und Senioren im Landratsamt Haßberge:

Isa Gräf, Tel. 09521/27-237

Rainer Zehe, Tel. 09521/27-221

Rainer Zirkelbach, 09521/27-447

 

Ab wann ist das Jobcenter zuständig

Sobald eine Asylbewerberin/ein Asylbewerber anerkannt ist, ist für ihn das Jobcenter Haßfurt zuständig.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
www.arbeitsagentur.de

Jobcenter Haßberge, Besucheradresse: Promenade 17, 97437 Haßfurt
Tel: 09521 / 929 - 885.
E-Mail: Jobcenter-Hassberge@jobcenter-ge.de

 

Anerkennung als AsylbewerberIn

  1. Die Regierung von Unterfranken sendet dem Asylbewerber seine Anerkennung schriftlich per Post zu. Der Asylbewerber muss dieses Schreiben dem Amt für Soziales und Senioren vorlegen um einen Einstellungsbescheid zu erhalten.
  2. Mit diesem Bescheid muss er/sie sich beim Jobcenter Haßberge melden.

Ab diesem Zeitpunkt (Ende des Monats) endet dann die Zuständigkeit des Amt für Soziale und Senioren, d.h. er/sie erhält künftig Leistungen vom Jobcenter.

  1. 3.Mit dem Bescheid (Amt für Soziales und Senioren) muss er/sie sich außerdem beim Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung Ausländerbehörde melden um einen entsprechenden neuen Pass und Ausweis zu erhalten, der seinen/ihren Status dokumentiert.

 

Familienzusammenführung

Familiennachzug zu Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen

Ehegatten von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen haben einen Anspruch auf Familiennachzug zu erleichterten Bedingungen, in diesen Fällen kann von dem Erfordernis ausreichenden Wohnraums, der Lebensunterhaltssicherung und auch des Nachweises von einfachen Kenntnissen der deutschen Sprache abgesehen werden. Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben Kinder von Asylberechtigten und anerkannten GFK-Flüchtlingen einen Nachzugsanspruch. Ferner haben Eltern von minderjährigen Asylberechtigten bzw. anerkannten Flüchtlingen einen Anspruch auf Familiennachzug, wenn sich kein anderer personensorgeberechtigter Elternteil in Deutschland aufhält.

Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten

Auch Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen, denen subsidiärer Schutz gewährt wurde, haben grundsätzlich einen Anspruch auf Familiennachzug, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ferner haben Eltern von minderjährigen subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen einen Anspruch auf Familiennachzug, wenn sich kein anderer personensorgeberechtigter Elternteil in Deutschland aufhält. Neuerdings wird der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten erst nach zwei Jahren möglich sein.

AnsprechparnterInnen:

Wolfgang Hacker, Tel. 09521/27-189
Katja Krug, Tel. 09521/27188

Ein ausführliches Informationsblatt zur Beschleunigung des Familiennachzugs zu anerkannten Flüchtlingen aus Syrien finden Sie hier.

 

Arztbesuch von Asylsuchenden

  1. Für die Abrechnung der Krankenbehandlungskosten in den ersten 15 Monaten des Aufenthaltes in Deutschland (Allgemeinarzt oder Zahnarzt) wird ein Krankenbehandlungsschein vom Landratsamt Haßberge – Amt für Soziales und Senioren benötigt.
  2. Dieser Krankenbehandlungsschein kann vom behandelten Arzt direkt beim Landratsamt Haßberge – Amt für Soziales und Senioren – angefordert werden.
  3. Für Fachärzte wird eine entsprechende Überweisung ausgestellt. Die Überweisung ist vom Landratsamt Haßberge – Amt für Soziales und Senioren – zu bestätigen bzw. zu genehmigen.
  4. Nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland wird der Asylsuchende für die Abrechnung der Krankenbehandlungskosten bei einer Krankenkasse seiner Wahl angemeldet. Die Krankenkasse stelle eine entsprechende Krankenversicherungskarte aus.

 

Fahrtkostenersatz für Ehrenamtliche bei Fahrten zum Arzt

Ehrenamtliche erhalten für die Begleitung von Asylbewerbern zum Arzt eine Fahrkostenvergütung i.H. v. 0,35 €/km.
Nähere Angaben dazu entnehmen Sie bitte den beiliegenden Informationen zur Fahrtkostenerstattung.

 

Welche Sprachkurse gibt es für Asylsuchende?

Asylbewerber haben je nach Aufenthaltsstatuts folgende Möglichkeiten:

  Voraussetzungen
Sprachkurse für Neuankömmlinge
durch Ehrenamtliche
für Integrationskurse (BAMF):
Voraussetzungen für ehrenamtliche Kurse
  Förderung durch Lagfa:
- mindestens 5 Teilnehmer/innen
- mindestens 3mal anwesend

Anerkannte Flüchtlinge
Asylbewerber mit einer Aufenthaltsgestattung
gemäß § 55 Abs. 1 AsylVfG

(Eritrea, Irak, Iran, Syrien)
Ausländer mit einer Duldung
gemäß § 60a Abs. 2 Satz 3 AufenthG
Ausländer mit einer Aufenthaltserlaubnis

gemäß § 25 Abs. 5 AufenthG
Bis auf die anerkannten Flüchtlinge benötigen

die o.g. Personengruppen eine Zulassung zum
Integrationskurs durch das BAMF.
Die Antragsstellung erfolgt über die

Sprachkursträger.

Asylbewerber/Ausländer mit mind 1 Jahr Aufenthaltserlaubnis

Asylbewerber/Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung...

Asylbewerber/Ausländer mit Duldung..

AnsprechpartnerInnen:  
Koordination der Sprachkurse:
Markus Grebien
Ehrenamtskoordinator beim Caritasverband für den
Landkreis Haßberge e.V.,
Tel. 09521-691-0
 mgrebienDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Finanzielle Förderung der Sprachkurse:
Monika Strätz-Stopfer. KoBE
Tel. 09521-27-313
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der jeweilige Träger des Sprachkurses
wie BDP, Euro Sprachschulen Bamberg usw.

Ab 01.07.2016 ist der "Koordinator der kommunalen Bildungsangebote für Neuzugewanderte“, Herr Nelson Müller, für die Organisation/ Koordination von Sprachkursen verantwortlich.

Der Ehrenamtskoordinator Herr Christian Hellermann, Caritasverband des Landkreises Haßberge e.V., ist für die Koordination der ehrenamtlichen Sprachkurse zuständig.

Als Alltagsbetreuerin und Dolmetscherin steht im Landratsamt Frau Siza Zaby unter der Tel.Nr. 09521-27-152 zur Verfügung.

Um die Daten aktuell zu halten bitten wir die Bildungsträger und auch die ehrenamtlichen Koordinatoren Neuerungen/ Veränderungen an Herrn Müller melden.

Folgende Angaben werden hierzu benötigt:

  • Kursname
  • Dozent
  • Anzahl der Teilnehmer/innen bzw. Anzahl freier Plätze
  • Kursort/ Kurszeit/ Kurstage
  • Beginn/ Ende des Kurses
  • Träger
  • Ansprechpartner

Infos an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 09521/27-141

 

Schulbesuch/Kindergartenbesuch

Das Informationsblatt des Kreisjugendamtes beantwortet hierzu die wichtigsten Fragen.
Elternbriefe in Deutsch-Arabisch sowie eine Wortschatzliste laden zum Schmökern und Lernen ein.

 

Hausordnung

Eine allgemeine Hausordnung liegt in den nachgenannten Sprachen vor:
Arabisch, Türkisch, Englisch, Serbisch, Kroatisch, Russisch, Afghanisch

 

Gewalt gegen Frauen

Folgende Beratungsstellen stehen Ihnen zu diesem Thema zur Verfügung:

Frauenhaus Schweinfurt
Tel.Nr. 09721/786030
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.frauenhaus-schweinfurt.de

Beratungsstelle häusliche Gewalt
Tel.Nr. 09721-796030

Anlaufstelle sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen
Tel.Nr. 09721-185233
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

anlaufstelle-sw.de/wir-ueber-uns

 

Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt am Landratsamt Haßberge:

Ansprechpartnerinnen:

Monika Strätz-Stopfer
Tel.Nr. 09521-27-313

Christine Stühler, Gleichstellungsbeauftragte
Tel.Nr. 09521-27-655

Karin Martini, Gesundheitsamt
Tel.Nr. 09521-27-414

Heike Kunzelmann, Kreisjugendamt
Tel.Nr. 09521-27-162

 

KoBE

Landratsamt Haßberge            

Amt für Soziales und Senioren

Hinweise für Ehrenamtliche Helfer

Landkreisbezogene Informationen:

Fahrtkostenerstattung für Ehrenamltiche Fahrer/Innen

Ansprechpartner Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. - Sozialberatung Asyl

 

Allgemeine Informationen:
 
 
Engagiert für Flüchtlinge: Ratgeber für Ehrenamtliche
 
Leitfaden im Umgang mit Lebensmitteln (Deutsch, Englisch, Arabisch)

Informationen zum Alltagsleben für Asylbewerber/Migranten

Eine gute Integration und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Deutschland ist wichtig.

Wesentliche Grundlagen unseres Miteinanders und Informationen zum Alltagsleben haben wir für Sie im Überblick zusammengestellt. 

Landkreisbezogene Informationen:

"Willkommen in Deutschland" (Deutsch, Englisch, Arabisch, Russisch)

Hausordnungen: (Deutsch/Englisch, Arabisch, Russisch, Französisch, Persisch, Mazedonisch, Serbisch, Ukrainisch, Albanisch)

Informationen des Abfallwirtschaftsbetriebes zum Thema Mülltrennung:
(Wertstoffhof, Papiertonne, Restmülltonne, Biotonne)
 

Engergiespar-Tipps

Allgemeine Informationen: Seelephon

 

Kindergarten und Schule

In der nachfolgenden Broschüre finden Sie Informationen zum Thema Kinderbetreuung sowie Informationen auf Förderleistungen für Kindergarten/Kinderkirppe/Mittagsbetreuung an Schulen.
Zusätzlich finden Sie einen kindergartenspezifischen Wortschatz in Deutsch-Arabisch.

Landkreisbezogene Informationen:

Allgemeine Informationen (Broschüre)

Wortschatz Deutsch - Arabisch

Allgmeine Informationen:

Elternbrief Deutsch - Elternbrief arabisch

 

Gewalt gegen Frauen

Landkreisbezogene Informationen:

Informationen bei häuslicher Gewalt (deutsch, englisch, arabisch)

Informationen der Gleichstellungsstelle

 

 

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